• Unsere Gemeinderäte und Parlamente sind voll von an uns Wählerinnen und Wählern vorbeigeschummelten Abgeordneten. Wer sind diese Leute eigentlich? Und wofür stehen die überhaupt?

    Wir wollen mitbestimmen, wer uns vertreten wird und rufen für die Wiener Wahl 2010 Grüne Vorwahlen aus. Angenommener Vorwähler? Komm' am 15. November 2009 zur Landesversammlung der Wiener Grünen die, um KandidatInnen-Liste mitzubestimmen! (Siehe auch FAQs.)

    Blog

Kritische Stimmen zu den Grünen Vorwahlen

Seit Start der Grünen Vorwahlen vor knapp acht Wochen gab es über 100 Reaktionen in Weblogs und Zeitungen und in Summe irgendwo weit über 1000 Kommentaren in diversen Onlinemedien und auf Facebook.

Unter die großteils positiven Stimmen mischen sich einige kritische, und das ist auch gut so (siehe auch die spannenden Diskussionen in den Kommentaren jeweils darunter):

22. Mai 2009

8. Mai 2009

7. Mai 2009

6. Mai 2009

9. April 2009

In diesem Sinne: Kein Ende der Debatte!

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Open House Camp am 2. Juni - Wer ist dabei?

“Wer sind diese Leute eigentlich? Und wofür stehen die überhaupt?” Mit dieser Frage in Richtung PolitikerInnen begann die Initiative Grüne Vorwahlen. Neben den vielen offenen Infoabenden der Grünen Vorwahlen, die es bereits gab, gibt es am 2. Juni bei einem Open House Camp in der Lindengasse wieder die Gelegenheit zum Kennen lernen. Geladen sind alle: Grüne VorwählerInnen (und hoffentlich bald UnterstützerInnen), Grüne (FunktionärInnen, Ehrenamtliche,BasiswapplerInnen, etc) und solche die das eine oder andere werden wollen.

Ausgangspunkt des Events waren zwei parallel und unabhängig voneinander formuliert und veröffentlichte Blogposts von Jana Herwig und Christoph Chorherr. Absicht des Events ist einerseits ein Kennen lernen - gegenseitig als auch untereinander - und Entwickeln von Ideen, was man miteinander anfangen könnte. Die ersten Reaktionen auf diesen Vorschlag waren
überwiegend positiv - doch auch die kritischen Stimmen melden sich zu Recht. Von Stephanie Krön, Nicht-Funktionärin, als Angestellte bei den Grünen seit fünfeinhalb Jahren u.a. für das Open House und die Öffnung der Partei zuständig, gibt es hierzu eine explizite Ansage: Das Event ist kein ‘Nasenlöcher-Check’ und wird parteiintern auch nicht als solcher gesehen. Erscheinen oder Nicht-Erscheinen oder Verhalten vor Ort wird nicht als Kriterium für die Aufnahme als UnterstützerIn instrumentalisiert werden (Wer sich von Stephanie nicht beeindrucken lässt, kriegt es mit Jana zu tun)!

Open House Camp
Termin: 2. Juni
Uhrzeit: Eintrudeln ab 18:30, Beginn 19 Uhr
Ort: Lindengasse 40

Für Anregungen sind wir dankbar, was die Gestaltung des Abends betrifft: Erste Ideen hinsichtlich der Frage, was man zusammen unternehmen könnte, ohne sich nur kritisch zu beäugen, gehen in Powerpoint Karaoke, kurze Vorträge, BarCamp Style, wahl- und wechselweise über grüne Parteistrukturen, Wahlkampf 2.0, Social Media und Blogs, etc pp. Barrierefreiheit vor Ort ist ebenfalls gegeben.

Wer ist dabei? Wer hat Ideen? Anmeldungen und Vorschläge bitte hier am Blog oder an mitmachen@gruene.at Für Erfrischungen vor Ort danken wir den Grünen.

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Aufruf an alle Gemeinderatskandidaten und -innen

Die Macher von IchMachPolitik.at (vormals Wahltotal.at) haben ihre Unterstützung zugesagt, um Kandidatinnen und Kandidaten, die es am 15. November an eine wählbare Stelle auf der Grünen Gemeinderatsliste schaffen wollen, schon vorher die Möglichkeit zu geben, sich öffentlich zu präsentieren.

Ähnlich wie Youtubes You Choose ‘08 im US-Präsidenschaftswahlkampf (man braucht große Vorbilder..) wird auf IchMachPolitik.at eine Seite für die Grünen Vorwahlen entstehen, wo sich die Kandidaten in Videos vorstellen können und jede/r diesen Fragen stellen kann.

IchMachPolitik.at ist bemüht, für alle Kandidaten Chancengleichheit herzustellen und steht daher den Wiener Grünen zur Vorbereitung des Vorwahlkampfs auf ihrer Plattform in jeder Hinsicht als Ansprechpartner zur Verfügung.

Alle, die schon wissen dass sie am 15. November kandidieren wollen, seien an dieser Stelle dazu eingeladen, bis Ende Mai* folgende Daten dem Team von IchMachPolitik.at zukommen zu lassen: anmeldung@IchMachPolitik.at

  • Name
  • Email
  • Geburtsdatum
  • Funktion(en) - so vorhanden
  • Persönliche Homepage - so vorhanden
  • Ein Foto

Die Kandidatinnen und Kandidaten bekommen dann einen Log-In zugeschickt und können ihr Profil selbst pflegen und Videos hochladen.

* Kandidaten, die sich später entscheiden, können natürlich auch nachträglich aufgenommen werden, verlieren aber halt die Aufmerksamkeit des Anfangs.

PS. Eine Bitte an mitlesende Grüne: Könntet ihr den Aufruf bitte auch im internen Diskussionsforum posten? Danke!

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Offener Brief des Landesgeschäftsführers

Folgenden Text hat uns Robert Korbei, Landesgeschäftsführer der Wiener Grünen, mit der Bitte um Veröffentlichung geschickt. Ich freue mich sehr über diesen Schritt, der meines Erachtens den ehrlichen Wunsch zeigt, sich mit (Vor)WählerInnen und unseren Anliegen auseinanderzusetzen. Ein Ziel der Initiative war ja immer, eine offene Diskussion über demokratische Prozesse im Allgemeinen und über die der Grünen im Besonderen auszulösen. Hier der Brief:

Liebe Vorwählerinnen

Ein Danke für eure Initiative. Ihr habt uns, zwar zu einem etwas ungünstigen Zeitpunkt (EP Wahlen und strategische Debatte für die Wienwahlen), aber wann ist schon der richtige Moment, gezwungen uns mit dem Kern unserer Identität und der Frage wie wir Grüne uns entwickeln wollen, auseinanderzusetzen. Und, so viel ist klar, ihr habt Interesse an den Grünen.

Ich sehe in eurer Initiative für alle Beteiligten große Chancen und kann der Idee und den Argumenten von Vorwahlen vieles abgewinnen. Das ist aber nicht der Inhalt dieses Beitrags, muß aber wohl am Anfang gesagt werden.

Ihr und so manche beginnen sich zu fragen, was denn da bei den Grünen intern besprochen wird und warum das so lange dauert. Nun, es wird gesprochen und ja, es dauert lange. Warum das so ist, erklärt sich gemeinsam mit allen anderen Sachen und ist hoffentlich für die, die es schaffen das hier zu Ende zu lesen, ein bischen nachvollziehbarer. Aber ich habe den Eindruck, dass man sich beim Stellung nehmen im Internet nicht wirklich kurz halten muß. Ausser beim Twittern, vielleicht. Ich werde hier also versuchen das zu machen was ich sonst eh nicht mehr darf, weil dann alle ein bischen mit den Augen rollen: die Welt aus meiner Sicht erklären, die Grüne und ihre Vorwahlen in diesem Fall, den Diskussionsstand.

Wir Grüne haben unter anderem folgendes Problem: Obwohl wir uns nicht als Bewegung verstehen, deren primäres Ziel es ist Wahlen zu gewinnen und sich an Regierungen aller Art zu beteiligen, so bleibt uns doch nichts anderes übrig. Aber als Weg der ein Ziel ist und nicht mit „Der Weg ist das Ziel“ verwechselt werden soll. Diese Situation merkt man von den ÖH Exekutiven bis zu den Anstrengungen die es bedeutet wenn Grüne in Koalitionsverhandlungen in Bundesländern oder Bundesregierungen gehen. Und es löst einen ständigen Diskussionsprozess in jeder und jedem Einzelnen aus wie auch dann wenn sich mehr als ein Grüner treffen. Und das macht es für uns auch schwierig auf Argumente ein zu gehen, die im Kern sagen „wenn ihr dieses oder jenes nicht macht werde ich oder sonst wer euch nicht wählen“. Die Abgrenzung zur, zugegebenermaßen Extremform, der „Kronenzeitungspolitik“ ist uns sehr, sehr wichtig.

Wir Grüne glauben in der Mehrzahl nicht, dass wir die alleinige Wahrheit besitzen. Aber wir glauben, dass es eine Meinung gibt für die es sich lohnt zu streiten, auch innerhalb der Grünen muß da gestritten werden. Und mehr als alle Grundwerte und verteilte Folder ist es die Bereitschaft genau das zu tun, die Menschen zu Grünen macht.

Demokratie ist eine gute Methode zur Entscheidungsfindung. Basisdemokratie ist für mich die Umsetzung des Ansatzes: „Das Ganze ist mehr als die Summe der Teile“.

Aus demokratischen Gründen sind wir Grüne überzeugt davon, dass Politik nicht über Einzelpersonen zu organisieren ist, sondern über Organisationen. Wobei Parteien eine Form dieser Organisation ist und in einer besseren Welt wären sie vielleicht nicht mehr notwendig, finde ich. Und die Krise der Demokratie ist ein Krise der Gesellschaft im Ganzen und nicht der Parteien.

Es sei jeder und jedem überlassen wie sie oder er mit der Genderfrage umgeht. Aber die Grünen sind eine Organisation, eine Struktur. Und als solche merken wir, dass Frauen, selbst bei uns, strukturellen Nachteilen ausgesetzt sind, die wir nicht so einfach ändern und abstellen können. Daher ist es dann, wenn wir als Grüne auftreten, mehr als wichtig, dass wir sehr und für manche mehr als korrekt auftreten. Im Kern bekennen wir uns in der Regel nicht zu einer Gleichberechtigung sondern zu einer Förderung von wie auch immer Diskriminierten.

Unser Statut besagt, dass es Mitglieder gibt mit allen Rechten und Pflichten und Unterstützerinnen. Und tatsächlich geht es dabei formal um die Grundwerte und unformal um die Bereitschaft sich „einzubringen“. Der betreffende Passus lautet:

5.7.1 Wer der Landespartei gegenüber erklärt, dass sie/er sich mit den Grundsätzen und dem Programm der GRÜNEN - GRÜNE ALTERNATIVE WIEN einverstanden erklärt und bei der Partei mitarbeiten und mitentscheiden will, ohne Parteimitglied zu sein, erwirbt mit Aufnahme durch den Landesvorstand den Status einer Unterstützerin/eines Unterstützers.

Wobei, wie unsere interne Diskussion gezeigt hat, der Haken an Vorwahlen die Mitarbeit bei der Partei ist. Mit anderen Worten: Wir freuen uns, wenn wer auch immer wo und wie auch immer Grüne Inhalte vertritt, für sie kämpft, verteidigt, eintritt, lebt. Aber das ist aus unserer Sicht eine Entscheidung die jede und jeder für sich trifft und, so sind wir auch überzeugt, etwas davon hat. Aber es ist keine Mitarbeit bei der Partei.

Im Normalbetrieb haben wir im Vorstand 2 Menschen die um Aufnahme ansuchen. Dabei hat noch nie und wird auch nie, eine Gewissensprüfung stattgefunden. Aber es wurde, nicht ausführlich aber doch, jeder Name einzeln behandelt. Nun haben wir über 300 Anmeldungen auf einen Haufen bekommen. Das stellt uns vor neue Fragen und daher suchen wir nach neuen Antworten und das dauert im Moment, gerade weil wir wissen, dass wir heute Entscheidungen treffen, die uns dann Maßstäbe für die Zukunft setzten. Daher versuchen wir auch einzuschätzen was die Zukunft bringt, an Chancen und Risken. Und für ihre Schnelligkeit waren die Grünen auch bisher nicht bekannt.

So weit so grün.

Wie ich ja beim Besuch der Initiatorinnen im Vorstand gesagt habe, hat sich die Initiative Vorwahlen im schwierigsten Bereich der Grünen Innenpolitik eingemischt: die Mandatsvergabe. Hier geht es um Macht, Ressourcen, Richtungsentscheidungen und um Lebensentwürfe. Und das wissen alle Beteiligte. Gerade das teilweise intensive agieren derer die die Vorwahlen unterstützen zeigt, dass sie es sehr genau wissen.
Aus diesem Grund hättet ihr, wären die Wiener Grünen tatsächlich eine geschlossenen und normale Partei schon nach einer Woche eine eindeutige und negative Antwort bekommen. Ich ersuche auch wahr zu nehmen, dass die Wiener Grünen seit Jahren eine stetig wachsende Anzahl an Mitgliedern und Unterstützerinnen haben. 2008 haben wir so irgendwas 200 neue Menschen aufgenommen. Ein in sich geschlossenes Projekt sieht anders aus.

Warum hat niemand vor dem Start der Initiative Kontakt mit uns aufgenommen? Die bisherige Antwort war, dass ihr euch nicht bevormunden lassen wolltet. Schon klar, dass ihr das nicht wollt, aber wie kommt ihr auf die Idee das dass stattgefunden hätte? Diese Antwort sagt, wie so oft, mehr über eure Herangehensweise aus, als über uns. Abgesehen davon, dass es uns vielleicht gelungen wäre diesen Titel „Vorwahlen“ abzuändern, der bis heute für Misverständnisse sorgt.

Ich bin ja bis zu einem gewissen Grade ein klassisches Gegenstück: Anfang Zwanzig zu einer Bezirksgruppe gestoßen habe ich dann dort die Finanzen geschupft, die Zeitung mitgemacht und natürlich auf der Straße Wahlgekämpft und Folder und Punsch verteilt, weil das war dann ja der Winterwahlkampf 95 (Und wer dabei war wie die Nelly Bohl mit ihren 81 Jahren beim Punschkochen für ihr Rezept gekämpft hat wird immer wissen was Partei auch ist). Und dann habe ich Plakatständer in der Nacht geschleppt und die Finanzen der Landespartei geschupft. Und dann wurde ich 2001 Landesgeschäftsführer. Mit anderen Worten: Funtionärer geht nicht. Und damit war ich mehr oder weniger beobachtend bei so machen Inititativen dabei, auch von Grünen die auch jetzt noch oder wieder mitmischen. Daher können ich und andere nicht anderes als Vorwahlen auch als das zu betrachten was es ist: Mittel zum Zweck

Unser Wissensstand ist es, dass die ganze Sache einige Zeit lang geplant war unter zumindest teilweiser Informationshaltung von wenigen Grünen, vor allem Abgeordneten im Gemeinderat. Es wurden „Probeanmeldungen“ abgeschickt um zu sehen wie der Vorstand mit Unterstützerinnen tut. Es gab, wie gesagt, keine Vorinformation und dort wo es Debatten gibt leben sich Grüne und Vorwahlen insofern auseinander, weil es, wahrscheinlich von beiden Seiten, aber in diesem Absatz geht es um Vorwahlen, sehr wenig Bereitschaft gibt, über das Festgelegte hinaus zu gehen. Insbesondere keine substantielle Bereitschaft zu verstehen, dass die Tonalität von Vorwahlen eine starke Kritik an vielen Grünen ist. Und es ist schwierig zu verstehen wie man Teil von etwas werden will, wovon man sich so strikt abgrenzt.
Seit dem Besuch im Vorstand herrscht, bis auf zwei Telefonaet, ofizielles Schweigen von beiden Seiten. Warum, wenn ich Grüne bewegen will? Auch bei den von mir gelesenen Beiträgen im Internet wird nicht mit uns kommuniziert, sondern die Grünen kommentiert.

Also, das macht alles nicht wirklich den besten Eindruck.

Dabei ist noch gar nicht beleuchtet was, aus unserer Erfahrung, aus eurer Initiative in Zukunft alles werden kann. Das kann man euch tatsächlich nicht umhängen, obwohl es für uns natürlich von Bedeutung ist. Es gibt sie einfach nicht, die besseren Menschen.

Wir werden also noch eine Zeit zum Diskutieren brauchen und werden dabei sein was wir sind: ein Partei, wenn auch die der Wiener Grünen.

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Dreistellig!

Status-Update: Seit dem Infoabend gestern abend im Café Westend halten wir bei 102 Vorwählern.

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Update von Gruenevorwahlen.at

Wir haben uns am Wochenende zum Website-Basteln getroffen:

  • Max Kossatz hat einen Bannergenerator gebaut, mit dem Blogger/innen und andere Website-Besitzer der Welt mitteilen können, warum sie vorwählen.
  • Jeweils eine zufällig gewählte Begründung, die auf diesem Bannergenerator eingegeben wurde, wird jetzt im Seitenkopf angezeigt.
  • Auf der Seite Banner & Co werden diese und andere “Werbemittel” (wie zb. das Eselsohr) gesammelt.
  • Sebastian Mosers großartige Twitterwall ist jetzt besser verlinkt (solche Aggregationen werden dann v.a. in den Wochen vor dem 15. November zum Tragen kommen).
  • Die Unterschriften-Parties - wie die erste bei Nicky und Gerald zuhause - haben nun eine eigene Seite.
  • Nicht zuletzt gibt es in der Seitenleiste jetzt ein “Vorwähler-Barometer”, das (halbwegs aktuell) anzeigt, wieviele Registrierungen schon eingegangen sind. Die Zielzahl von 500 ist dabei die Idealsituation, auch mit hundert werden wir schon nicht ignorierbar sein.

Weitere Änderungen folgen.

PS. Nicht vergessen: Morgen abend um 8h ist Infoabend im Café Westend. Hier das Facebook-Event dazu.

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Stand der Vorwähler-Registrierungen

In den Gesprächen mit Grün-Mitgliedern (wir sind z.B. am Montag dem Landesvorstand Rede und Antwort gestanden - dazu später mehr) taucht immer wieder die Sorge auf, bei den Grünen Vorwahlen könnte es sich um eine Verschwörung gegen (oder für?) bestimmte Kandidaten handeln. Wir antworten darauf immer, dass Verschwörungen doch kaum viele Monate vorher öffentlich angekündigt werden. Im Gegenteil, die Vorwahlen wollen Transparenz und Öffentlichkeit in die Kandidatenauswahl bringen. (Ganz abgesehen davon, dass den Vorwählern wohl niemand vorschreiben könnte, wen sie/er zu wählen hat.)

Frage auf Twitter

Screenshot einer Twitter-Message

In Sinne dieser Transparenz sind nicht nur die Treffen offen, auch der Stand der Registrierungen soll kein Geheimnis sein: Bis jetzt wurden nur 83 Registrierungen über uns an die Grünen geschickt, plus zumindest ein paar direkt.

Wir kriegen sehr viel positive Rückmeldungen, auch die Facebook-Page hat schon über 400 “Fans”. Insofern sind 83 eher mau. Wenn wir erreichen wollen, dass vor der Landesversammlung im November eine öffentliche Debatte über die Kandidaten und ihre Inhalte stattfindet, dann müssen wir sehr deutlich mehr sein.

Darum die Bitte an Jede/n: Wirb drei Vorwähler! (Die Erfahrung zeigt, dass das im persönlichen Gespräch am besten geht - also Formular ausdrucken und mitnehmen.)

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Schaffen wir die Quadratur der Eisenhintern?

Mit dem Experiment der grünen Vorwahlen verbinde ich zwei naive Hoffnungen:

1. Eine kleine, sehr greifbare, nahe Hoffnung: ein paar interessierte Menschen wieder ein bissl zu repolitisieren. “Politisch” zu werden heisst auch: mutig Farbe zu bekennen. Farbe? Nicht unbedingt im Sinn einer Parteifarbe - auch wenn wir hier für die Grünen Vorwahlen anzetteln, um Ihnen etwas Feuer unterm Eisenhintern zu machen - aber Farbe mehr im Sinn von: “das find ich gut, das geht in die richtige Richtung - das unterstütze ich”. Konkret.



2. Die grössere, abstraktere, noch ferne Hoffnung: In Österreich die eigentlichen politischen Debatten wieder fruchtbar führen zu können, um die es inhaltlich ginge, denen wir uns inhaltlich stellen müssen: die Schul- und Bildungspolitik, die Verteilungs- und Steuerpolitik, und, und, und… Fruchtbar heisst auch: am “Ende des Tages” muss es dann zu Entscheidungen kommen - Entscheidungen, die den Wünschen einer Mehrheit der Bevölkerung entsprechen. Unser Problem ist heute: wir diskutieren oft sehr heftig - die politischen Strukturen sind aber so beschaffen, dass wir viel zu wenig weiterbringen.

Wenn wir mit der kleinen Hoffnung starten, dann können wir auch einen kleinen Beitrag zur grossen Hoffnung leisten. Eine Quadratur des politischen Kreises? Mag sein. Naiv? Natürlich. Aber um mit dem momentanen Lieblingswort meiner jüngsten Tochter zu sprechen: Trotzdem. Zögern wir nicht lange und fangen mal mit unseren Eisenhintern an. Jana ist schon bereit ihren Allerwertesten bei der Wiener Landesversammlung der Grünen quadratisch zu sitzen. Und wer noch?

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Nervöse Funktionäre und ein Kommentar im Standard

kiwis-standard

Seit Tagen hören wir von heftigen Konflikten hinter den Kulissen der Partei, heute hat das der Bundessprecher der Grünen Wirtschaft unter dem Titel “Die grünen Kiwis kommen und machen Funktionäre nervös” in einem “Kommentar der Anderen” im Standard bestätigt:

In der grünen Partei haben die von der plötzlich aktiven “Basis” ausgerufenen Vorwahlen einigen Staub aufgewirbelt. (..) Das sei ein elitäres Projekt einer gut vernetzten Gruppe, die mit mühevoller Bezirksgruppenarbeit nichts am Hut habe, sondern nur massiv Einfluss auf die grüne Listenwahl nehmen wolle. Das sei Lobbyismus und nicht Basisdemokratie, monieren jene, die bei intensiverer Mitsprache offenbar die Chance auf ein eigenes Mandat schwinden sehen. (Volltext)

Wie zerissen die Grünen in dieser Frage zu sein scheinen, zeigen auch die widersprüchlichen Antworten, die Martin auf seinen Rundruf unter den Wiener Grüngabgeordneten bekommen hat. Mein eindeutiger Favorit ist die Vermutung eines/einer Abgeordneten, bei uns handle es sich um “..Jugendliche, die mit eisernem Hintern wirklich Zeit haben und nur vor dem Computer sitzen..”. Dass die Entfremdung mancher Grünen von ihren Wählern so weit fortgeschritten ist, war mir nicht klar.

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Lasst die Eselsohren wackeln!

Wer einen Blog hat und Farbe bekennen mag, kann das jetzt mit dem Eselsohr der Grünen Vorwahlen tun: Zuerst gesehen auf Max Kossatz’ Blog, wo auch erklärt wird, wie man das Ohr (a.k.a. Pagepeel) in einen (selbst gehosteten) Wordpress-Blog einbaut. Weil das bei Wordpress.com-Blogs so nicht geht, hat Oliver Ritter ein Banner gebaut - selbiges mit Anleitung findet man auf seinem Blog. Und auf dem Blog von Christoph Chorherr, mit Dank an Roland, findet man das Ohren-Wackel-Manual für Twoday-Blogs. Let’s wiggle it!

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  • Google friss: GrueneVW, GrüneVW, Kiwi, Wähler, Wählerinnen, Vorwähler, Vorwählerinnen, Primaries, Wien, Partizipation, partizipativ, Wiener, Kiwis

    Endstand:

  • 230 von 445 Vorwählern (52%) wurden aufgenommen (Details)

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    Die Twitterwall zeigt alle Tweets, die den Tag "GrueneVW" enthalten.
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