Unser Projekt, die Grünen durch Werbung für ihre Statutenbestimmungen rund um die Rolle von “Unterstützer/innen” zu öffnen und zu verändern, gewinnt in den letzten Tagen ordentlich an Dyamik, allerdings auch an gefährlicher Dynamik.
Der Grüne Landesvorstand hat nicht wie von uns erwartet alle oder fast alle Anträge angenommen, sondern wird möglicherweise auch einige ablehnen. Diese Entscheidung führt zu einem Aufschaukeln der Emotionen, von den Medien noch zusätzlich befeuert. Zeit für mich, innezuhalten und Asche aufs Haupt zu streuen: zu schauen, was falsch gelaufen ist, welche Formulierungen von uns zu unnötigen Verletzungen bei Grünfunktionären geführt haben.
Da ist zuerst einmal das Wort der “Gesinnungsprüfung”. Es tauchte zuerst im Zuge der 7 Fragen eines Bezirksrates auf. Seine gesinnungsprüfenden Fragen waren ein Alleingang, er dürfte intern dafür heftige Kritik kassiert haben. Schwerer wiegt das zweite Mal der Verwendung durch mich, in Reaktion auf die ersten Nachfragen des Landesvorstands an Antragsteller, ob sie denn tatsächlich gedenken, mitzuarbeiten.
Ich würde das Wort “Gesinnungsprüfung” heute nicht mehr verwenden, denn was passiert ist mehr eine Bereitschaftsprüfung. Zu meiner Reaktion kam es spätabends, nachdem uns Robert Korbei für den nächsten Tag zur Präsentation der Kriterien geladen hatte. Da auch Medienvertreter geladen wurden, war ich sicher, dass es sich nur um die Präsentation von “Hurra, wir nehmen alle auf” handeln konnte, alles andere konnte ich mir schon rein taktisch nicht vorstellen. Umso überraschter - und verärgerter über die vollendeten Tatsachen - war ich, als auf Twitter die ersten Meldungen über diese Bereitschaftsprüfung auftauchen. Wie gesagt - heute würde ich dazu nicht mehr “Gesinnungsprüfung” sagen, denn tatsächlich wird nicht gesinnungsgeprüft. Zu spät, das Wort hat schon seinen Weg in die Medien gefunden: ORF.at, Standard, Presse.
Noch so ein Fall ist meine Aussage von den “Ständen in Fußgängerzonen” von den ich “Ausschläge kriegen” würde, wie auf der Seite Initiatoren zitiert. Zur Aussage im Gesamtkontext stehe ich noch immer, aber ich verstehe auch, dass sie viele Aktivisten, die in Fußgängerzonen wichtige Arbeit leisten, getroffen hat. Die Aussage stammt aus einem langen Artikel vom Tag nach der NR-Wahl (also lang vor den Grünen Vorwahlen) und ist im Kontext zu lesen. Sie soll nicht sagen, dass Stände “antiquiert” seien, sondern dass die oft gehörte Replik, man sei “eh nah am Wähler dran, in den Fußgängerzonen”, antiquiert ist. Konkret: Dass Stände gut sind, aber nicht ausreichen, sondern auch online verstärkt Dialog mit Wählern geführt werden muss. Die Ausschläge kommen von der Replik, nicht von den Ständen - und die Aussage ist auch mehr dem informellen Stil meines Blogs geschuldet.
Ein dritter Fall ist die Aussage “Unsere Gemeinderäte und Parlamente sind voll von an uns Wählerinnen und Wählern vorbeigeschummelten Abgeordneten“, die auf der Startseite der Vorwahlen-Website ganz oben prangt. Viele Grüne haben das so interpretiert, dass sie ihre Abgeordneten an uns vorbeigeschummelt hätten. Die Aussage ist aber vielmehr eine Kritik am politischen System insgesamt und am wenigsten an den Grünen konkret, die durch basisdemokratische Organisation bereits offener als Andere sind. Trotzdem stehe ich auch zu dieser Aussage, denn Wähler wählen am Wahltag Listen und Spitzenkandidaten, nicht konkrete Vertreter - von diesen kennen sie meist nicht einmal die Namen. Das soll sich ändern, und das würde ich gerne sagen können, ohne dass sich wer persönlich angegriffen fühlt.
Für alle diese Verletzungen habe ich Verständnis, und ich werde mich bemühen, in Zukunft weniger spaltende und mehr verbindende Worte zu finden, so es für das Projekt eine Zukunft gibt. (Das gilt übrigens nicht für Texte wie den über die neoliberale Wende. Wenn ich jetzt höre, dass intern tatsächlich (!) das Gerücht umgeht, jemand von uns hätte wo geschrieben, eine neoliberale Wende zu planen, dann hört sich bei mir jedes Verständnis auf.)
Und umgekehrt werde ich versuchen, Aussagen der Grünen nach dem alten Wikipedia-Grundsatz Assume Good Faith zu beurteilen. Denn es geht uns allen um die selbe Sache: um die Grüne.

12 Kommentare
Uff! Finde bewundernswert, dass du dir das antust.
Das mit dem Vorbeischummeln hatte ich im ersten Moment auch so verstanden, wobei mir das Gefühl durchaus auch von den Grünen bekannt ist, wenn ich mich so an die letzte Nationalratswahl erinnere. Ich hätte da gerne als Unterstützer einen Einfluss darauf gehabt, schließlich werden diese Abgeordneten der Grünen später meine Interessen vertreten und deren Zusammensetzung kann nun dazu beitragen oder sie torpedieren. Als Grünwähler, der sich durchaus mit dem Geschehen der Partei auseinandersetzt bzw. immer wieder sich direkt via Webseite und “externen” Medien auf dem Laufenden hält, traue ich mir doch zu, aktiven, konstruktiven und positiven Einfluss auf die Listenerstellung auszuüben.
Klar passieren Fehler auf beiden Seiten, denn Grüne Vorwahlen sind Pionierarbeit in Österreich. Wenn man sich an die Gründungstage der Grünen zurück erinnert, so lief da auch nicht alles geordnet bzw. medial 100% korrekt aufbereitet ab. Das die Wortwahl immer wieder anders interpretiert wird, gerade von vielleicht enttäuschten Funktionären, ist logisch. Anderseits: wenn jetzt 50% der Anträge abgelehnt werden, würde das auch viele Wähler enttäuschen. Die Grünen müssten nun einen ordentlichen Kompromiss finden, ich verstehe, dass sie nicht alle als Unterstützer akzeptieren wollen, schließlich würde das einer kompletten Öffnung der Grünen bedeuten, die ich selbst auch nicht gutheißen würde. Man kann niemanden in der Wahlzelle über die Schultern schauen – ist auch gut so – und somit könnten falsche Unterstützer durchaus eine Gefahr darstellen.
Ständen in Fußgängerzonen: Jemanden einen Luftballon in die Hand zu drücken und Zettelchen zu geben, das ist für mich Stimmenfang in der Masse aber keine Wählerbindung. Daher stimme ich dir voll und ganz zu, denn wegen ein paar Flyern und Goodies werden die wenigsten die Grünen wählen.
Ich finds wirklich sehr sympathisch, dass du versuchst selbstkritisch auf deine eigenen Aussagen und Wortwahlen zurück zu blicken, und das eine oder andere ins richtige Licht zu rücken. Ich denke jeder Grüne Vorwähler und auch jeder Grüne, der sich in dieser Sache in irgendeiner Form zu Wort meldet, sollte das zumindest für sich mal machen. Gerade jetzt ist es denk ich wichtig, weiterhin eine “gemeinsame Sprache” zu finden.
Nichts desto trotz muss ich sagen, dass man aus meiner Sicht schon auch mal anmerken darf, dass es sich bei den Grünen Vorwählern eben nicht um Politiker handelt, die den täglichen Umgang mit Worten oder Medien unbedingt so gewohnt sind. Für mich persönlich kann ich jedenfalls sagen, dass ich es nicht gewohnt bin, jedes Wort so auf die Waagschale zu legen, und schon garnicht irgendwelche medialen Folgen davon abzuschätzen. Und ich denke das betrifft auch viele andere Blogger, die es eigentlich im Gegenteil sogar eher gewohnt sind sehr offen und subjektiv ihre Meinung zu sagen und zu formulieren. Hinzu kommt noch, dass es sich bei den Grünen Vorwählern auch nicht um eine durchorganisierte oder homogene Gruppe handelt, in der irgendwer für die Aussagen von anderen verantwortlich gemacht werden kann. Ich hab absolut Verständnis dafür, dass die Grünen, durch ihren täglichen Umgang mit anderen Parteien etc., vielleicht anderes gewohnt sind, mehr gewohnt sind Dinge erst intern zu diskutieren, und später zu veröffentlichen. Ich denke es wäre aber umgekehrt auch mal wichtig, diesen Unterschied zu akzeptieren. Es kann nicht sein, dass man die Grünen bei jeder Wortmeldung mit Samthandschuhen anfassen muss, gewisse Dinge müssen einfach aushaltbar sein (und damit meine ich jetzt natürlich keine Unhöflichkeiten oder so, sondern eben Dinge wie “Gesinnungsprüfung”, “vorbeigeschummelte Abgeordnete”, oder Blog-Titel, die mal etwas provokanter formuliert sind und dann im Text ohenhin erklärt werden).
@Schimi: Ja, und das gilt umgekehrt auch für die allermeisten Grünaktivisten und -funktionäre: Genau wie wir sind sie keine Berufspolitiker und im Medienumgang nicht geschult, sie machen das alles auch in ihrer Freizeit, haben auch keine “berufsmäßige” dicke Haut.
@Helge:
1. Meinen aufrichtigen Dank & ‘Big Respect’ für dieses Statement. Ich finde es sehr klar, sehr besonnen und sehr verantwortungsvoll - insofern hoffe ich, dass Dein Beispiel viele NachahmerInnen findet. Wie wir sehen, bedarf es wenig, um die Emotionen hochzuschaukeln. Und Beiträge, in denen ausgiebig Frust & Dampf abgelassen haben, gab es bislang sowohl von Grünen als auch von VorwählerInnen. Ich habe mal geschrieben, wir sollten die Größe haben, von unseren “Gastgebern” keine absolute Perfektion zu fordern. Heute ergänze ich das: Auch von uns selbst nicht. In Anlehnung an Billy Joel: “We’re only humans - we’re SUPPOSED to make mistakes!”
2. Ich kenne leider nicht die genaue Zahl derjenigen, die als UnterstützerInnen willkommen geheißen wurden. (Wer kennt die eigentlich? Würde mich interessieren.) Fakt ist jedenfalls, dass es diese kaum geben würde, wenn Ihr InitiatorEn diese tolle Aktion nicht ins Leben gerufen hättet! Dazu Applaus und ebenfalls aufrichtigen Dank! Ich meine, dass es nicht unbedingt +500 akzeptierter VorwählerInnen bedarf, um von einem echten Erfolg dieser Initiative zu sprechen. Ich meine, dieser Erfolg ist zu einem guten Teil bereits jetzt eingetreten.
3. Ich hoffe, dass die Wiener Grünen bzw. ihr Vorstand allen Personen (’Unterstützer-AspirantInnen’), bei denen sie begründete Zweifel hegen, direkt kontaktieren und mit einem vernünftigen Zeitrahmen die Möglichkeit geben, auf alle Zweifel oder Fragen zu antworten. Und dann hoffe ich, dass alle diese einzelnen Fälle möglichst wohlwollend (siehe AGF) und gemäß Statut (und nicht verzerrter Interpretationen, *hüstel*) bearbeitet werden. Eine klare(re) Stellungnahme über Kriterien, Ablehnungsgründe und Ablauf des Procederes würde dem Vorstand der Wiener Grünen gut zu Gesicht stehen. Aber wie schon gesagt: Das ist deren Sache.
4. Schauen wir nach vorne. Da sind hoffentlich Hearings zu organisieren. Da ist hoffentlich Raum dafür, dass UnterstützerInnen ihre inhaltlichen Ideen und Anregungen artikulieren können - und zwar mit ausreichender Aufmerksamkeit. Da ist ein Weg einzuschlagen und zu beschreiten, wie ein nachhaltiger Dialog zwischen Organisation und Basis organisiert werden kann. Vorschläge und Anschauungsbeispiele (http://tinyurl.com/lgyc97) existieren. Mir scheint, in dieser losen Gruppe gibt es zu diesem Thema eine ganze Menge Kompetenz…?
Also, einiges tu tun.
Insofern freue ich mich sehr auf Neuigkeiten : )
@Alexander: Danke. Hab zwei Punkte deines Kommentars verlinkt.
@Alexander: wenn man das Potential von Vorwählern erkennt, kann man sie nicht so einfach ablehnen. Immerhin deklarieren sich diese Personen dann öffentlich als Anhänger, die man in die Partei und ihre Aktivitäten anschließend einbinden kann, und sei es als Flyerverteiler an den erwähnten Ständen.
lieber helge,
toller beitrag zur entkrampfung der emotionalitäten. hut ab auch vor dir, dass du das so selbstreflektiert rüberbringst.
jedenfalls war ich auch einer jener grünen funktionäre die durch einige wahlkämpfe hindurch durch lokale getingelt, zettel verteilt, plakate geklebt und diskussionen geführt hatten. ich bin genug gerannt für viele heute in amt und würden stehende grün-politikerinnen und -politiker.
aber ich wäre, NIE, aber schon wirklich niemals, auf die idee gekommen, mich durch die kritik der grünen vorwahlen persönlich angegriffen zu fühlen. ich hab das ja freiwillig gemacht und es hat auch spaß gemacht (besonders bei grüne andersrum). meine motivation kam und kommt von innen raus.
ich muss schon ein großer schmerzneurotiker sein, wenn ich ständig erwarte, für meine arbeit gelobt zu werden - das gibts nirgends in der arbeitswelt. auch nicht in den besten hochleistungsteams (der begriff alleine wird bei manchen schon ein aufstoßen verursachen).
lob und anerkennung ist wichtig, sehr wichtig sogar. es ist sogar so, dass man erfolge den wenigsten gönnt. der neid ist überall. lob und anerkennung sind aber nicht der antriebsmotor dafür, mich zu einer tätigkeit zu motivieren. das sei auch mal gesagt. persönliche verletztheit hat schon eben auch mit der persönlichkeit zu tun. und da gehören auch bei den grünen ein relativ großer anteil dazu, die ihr weltbild sehr stark von der grünen innensicht nähren. den besagten bezirksrat würde ich jetzt mal dazu zählen. das ist aber nicht nur bei den grünen so, dass - je länger man dabei ist - desto mehr wird man von der organisationskultur geprägt. umso wichtiger, dass grüne vorwahlen hier frischen wind reinbringt.
herzlichst,
günter strobl
chapeau, big respekt & danke
Also ich wart mal ab, ob ich eine Ablehnung erhalte, und mach dass dann auch für meine Wahlentscheidung für die Gemeinderatswahlen abhängig.
Lieber Helge!
Ich bin einer von den Funktionären, die sich von den Punkten, die du jetzt relativierst, und auch ein paar anderen von anderen Menschen, irritiert bin (war trifft nicht ganz zu!).
Das Kind ist in den Brunnen gefallen. Die Bergung wird etwas schwierig werden, da das gegenseitige Mißtrauen nicht so leicht ausgeräumt werden kann.
Ich war bei der Veranstaltung in der Lindengasse und habe dort einige interessante und intressierte Menschen getroffen. Bin von dieser Veranstaltung etwas ruhiger nach Hause gefahren, als ich hin gekommen bin. Bei der Veranstaltung im Kent soll es ja etwas rauher zugegangen sein.
Ich bin nach wie vor skeptisch, da die Vorwahlen ja aus dem Ruder laufen können und etwas erreicht wird, was du und deine MitinitiatorInnen gar nicht beabsichtigt haben.
MfG
Manfred Itzinger
Klubobmann der GRÜNEN WIEDEN
@Manfred: Ja, mir geht es ähnlich - ich bin auch irritiert, gelinde gesagt, darum wollte ich einen ersten Schritt der Mäßigung setzen. Wenn man wie ich seine Freizeit in ein Projekt steckt, von dem ich glaube, dass es die Grünen positiv verändern würde, dann aber ständig verhohlen und unverhohlen unlautere und halbkriminelle Absichten unterstellt bekommt (lies mal die Kommentare unter den diversen Standard-Artikel, die sind voll von ganz offensichtlich grün-internen Stimmen, die uns wüsteste Dinge unterstellen), dann ist Irritation das mindeste der Gefühle. Das gilt offenbar für beide “Seiten”.
Warum “das Kind in den Brunnen” fallen musste, ist mir bis heute nicht klar. Viele Grüne haben die Vorwahlen am Anfang als erfrischendes Demokratieexperiment begrüßt, auch Maria Vassilakou. Doch nach einer Woche kam Unterschwelliges wie die 7 Fragen, danach offen Feindliches wie die Unterstellungen eines Grünen Mitarbeiters. Das verursachte natürlich auch unter den Befürwortern der Vorwahlen einen raueren Ton. Leicht nachzuvollziehen auf der Zeitachse.
Dann tauchten immer öfter Stimmen auf, die uns Putschgelüste unterstellten - obwohl dies durch die komplett öffentliche und transparente Werbung um Unterstützungserklärungen über Medien und online gar nicht möglich ist (im Gegensatz zu den anderen Initiativen, die im Verschlossenen werben), denn wie sollte bei so einer heterogenen Gruppe ein gemeinsames inhaltliches oder personelles Putschziel orchestriert werden? Was David Ellensohn dann zuletzt tatsächlich nicht abhielt, sich im Kent hin zu stellen und uns wörtlich eine “Hidden Agenda” zu unterstellen.
Ehrlich gesagt habe ich nie für möglich gehalten, dass uns soviel Missgunst, Misstrauen und Hass entgegen schlägt - wohlgemerkt nur von Einigen, aber die treiben die Sache halt vor sich her, und scheinen intern ordentlich Stimmungsmache zu betreiben. Man behandelt uns - allesamt Grünsympathisanten und -sympathisantinnen, als wären wir der politische Gegner. Klar gibt es bei jeder Veränderung Gewinner und sich bedroht Fühlende - aber ich hätte gedacht, dass innerhalb einer politischen Bewegung sachlich argumentiert wird, mit offenem Visier und ohne schmutzige Unterstellungen.
Dass der Landesvorstand dann die Entscheidung trifft, die neuen Unterstützeranträge plötzlich anders zu behandeln als alle der vergangenen Jahre, nämlich viele nach ihrer Mitarbeitsbereitschaft zu befragen, als ob sie den Antrag nur abgegeben hätten, um die Grünen zu ärgern, und viele andere gleich ohne irgendein Nachfragen abzulehnen (!), das hat auch nicht gerade zu Sonnenschein beigetragen. Die Leute sind sauer, das führt zu angriffigen Äußerungen. (Ehrlich gesagt ist es derzeit in Anbetracht dessen eh überraschend ruhig.)
Ob diese Entscheidung am Interessenkonflikt liegt, den die Bezirksrätin Gerda Medek hier thematisiert, oder ob sie reinen Gewissens erfolgte, kann ich von Außen nicht beurteilen. Ich habe nicht das Gefühl, dass es sich der Landesvorstand einfach gemacht hätte. Aber nach einer Entscheidung zum Wohle der Partei und im Sinne der Statuten sieht das auch nicht aus.
Manfred, ich hoffe, ich konnte unsere Perspektive ein bisschen besser nachvollziehbar machen.
In Summe sicher ein Lehrstück, wie man mit den eigenen Wählern und wie man mit den Aktivisten der Partei, der man nahe steht, nicht umgehen sollte.
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[...] und, was schwerer wiegt, die ihren eigenen Wählern mit Ablehnung, ja mit Hass (habe ich mal hier skizziert) [...]
[...] zu überzeugen. Hätte gruenevorwahlen.at nicht zunächst auf Konfrontation sondern gleich auf Kooperation gesetzt, hätte es viele Auffassungsunterschiede nie gegeben. Gerade als überzeugter Linker ist es [...]